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Buchtipps
Buchtipps zur Fahrradgeschichte
eine kleine Geschichte vom Fahrrad
Kleine Geschichte vom Fahrrad - ein Abriß
Einige Legenden ranken sich um das Fahrrad. So soll bereits Leonardo da Vinci eine Zeichnung in seinem Codex Atlanticus niedergelegt haben. Aber anscheinend wurde die se Zeichnung im 20. Jahrhundert nachträglich dem Codex hinzugefügt und wäre somit eine Fälschung, genau wie das angeblich um 1790 erfundene starre Zweirad.
Im 17. Jahrhundert gab es drei- und vierrädrige Handwagen, die mit der eigenen Muskelkraft betrieben und wohl nur zu Repräsentationszwecken genutzt wurden. Im 18. Jahrhundert gab es dann die ersten, von Bediensteten betriebenen Fuhrwerke, natürlich nur für die Reichen, die damit durch ihre Parks spazierengefahren wurden.
Das erste Zweirad hat Karl von Drais 1817 in Mannheim erfunden. Es wahr allerdings noch ein weiter Weg bis zum heutigen Fahrrad, gab es doch noch keine Pedale, sondern nur die Füße, die sich vom Boden abstoßen mußten. Aber es rollte und war sicher kippsicherer als die anschließend verwendeten Hochräder. Was dieses Urfahrrad mit den heutigen bereits gemeinsam hatte, war die Lenkmöglichkeit des Vorderrades, so daß ein Vorwärtsfahren ohne Bodenkontakt mit den Füßen ermöglicht wurde, denn die Balance zu halten wäre sonst wohl nur Artisten gelungen.
Entstanden ist die Erfindung, wie so oft, aus der Not. Denn aufgrund einer Hungersnot bedingt durch eine Unwetterkatastrophe gab es ein auch ein großes Pferdesterben.. Also mußte Ersatz her. Eben die "Laufmaschine" von Karl von Drais, die deshalb auch "Draisine" genannt wurde.
In der Folge wurde 1864 mittels Anbringung von Pedalen an der Vorderachse das erste Rad entwickelt, welches ohne Füße auf dem Boden gefahren werden konnte. Der Ruhm gebührt Pierre Michaux. Ein Nachteil war allerdings, daß durch die fehlende Übersetzung das Rad nur so schnell sein konnte, wie man in die Pedale trat. Aus dieser Überlegung heraus wurde wenige Jahre später das Hochrad kreiert. Bei einer Pedalumdrehung konnte eine längere Strecke zurückgelegt werden, das Fahrrad gewann an Tempo, nicht allerdings an Sicherheit. Denn die Überschlagsgefahr und Umkippgefahr, damit insgesamt die Verletzungsgefahr wurde, wie schon erwähnt, leider analog zur Größe des eingesetzten Vorderrades nicht geringer.
Das wiederum führte bald zu einem Verbot dieses Veloziped (französisch Velociped), stellenweise bis weit in 19. Jahrhundert.
Anläßlich der Eröffnung eines Fahrradmuseums machte sich ein WDR-Reporter daran, ein solches Fahrrad zu testen und das Ergebnis war entsprechend.
Ein Schritt zu ungefährlicheren Fahrrädern wurde durch den Einsatz von Kettenantrieben mit unterschiedlich großen Zahnrädern an den jeweiligen Achsen ermöglicht. Die Pedale wurden nicht mehr an der Vorderradachse angebracht, sondern mittels der Ketten etwas verlegt, sodaß die Vorderräder nicht mehr ganz so groß sein mußten.
1878 dann wurde mehr oder weniger das heutige Fahrrad geboren. Nämlich mit einseitigem Kettenantrieb am Hinterrad.
Effektiver wurde das Fahrradfahren durch Kugellager, die den Reibungswiderstand erheblich verringerten. Produziert wurden sie von Friedrich Fischer.
Ein weiterer Schritt zu leichterem fahren bildete der Einsatz von Luftreifen. Zuvor wurden Eisenreifen bzw. später Vollgummireifen verwendet.
Fichtel & Sachs führte in Deutschland die Torbedo-Freilaufnabe mit integrierter Rücktrittbremse ein, der bald darauf die Zwei-Gang-Schaltung folgte. Heute gibt es unter anderem die Drei-Gang-Schaltung und die Sieben-Gang-Schaltung.
Heute gibt es hauptsächlich Niedrigräder und wenige andere Formen, wie das Liegefahrrad. Es hat durch die geringe Höhe, der Fahrer liegt praktisch, einen noch geringeren Luftwiderstand. In Kauf nehmen muß der Fahrradfahrer allerdings einen etwas erschwerten Start.
Die gebräuchlichen Fahrradformen sind heute:
Das Tourenrad, auch Citybike bzw. City-Rad, Stadtrad genant, ist ein vollwertiges, robustes und damit nicht ganz leichtes Fahrrad für den Alltag. Zum Beispiel auch gut für das tägliche Einkaufen geeignet. Es hat in der Regel eine Nabenschaltung mit zwei Handbremsen und Rücktrittbremse, oft auch Federungen zum rückenschonenderen fahren.
Das Reiserad ist für Überlandfahrten gedacht, ist ebenfalls relativ schwer und damit robust und verzichtet aus diesem Grund auch überwiegend auf eine Federung, da diese als fehleranfällig im rauheren Betrieb gilt. Es bietet viel Platz für Reisegepäck, hat einen langen Radstand und eine Kettengangschaltung.
Wird fortgeführt...
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